Das Bergische Land ist geologisch ein Teil des rechtsrheinischen Schiefergebirges, wobei
das Wort "Gebirge" ein wenig in die Irre führt. Vielmehr handelt es
sich um eine sanfte Hügellandschaft, die im Wesentlichen durch
kleine malerische Ortschaften, bäuerliche Hofschaften und vor allem
Nutzviehhaltung, weniger durch Ackerbau geprägt ist. Politisch besteht
das Bergische Land aus den kreisfreien Städten Wuppertal, Solingen und
Remscheid sowie dem Kreis Mettmann, dem größten Teil des Oberbergischen
Kreises und dem rechtsrheinischen Abschnitt des Rhein-Sieg-Kreises. Aus
historischer Sicht wird das Bergische Land begrenzt von der Ruhr im
Norden, dem Rhein im Westen, der Sieg im Süden und den
Bergisch-Märkischen Hochflächen im Osten, die auf einer gedachten Linie
zwischen den Städten Schwelm und Freudenberg beginnen. Heute allerdings
werden die Regionen einige Kilometer südlich der Ruhr sowie östlich des
Rheins eher dem Ruhrgebiet und dem Rheinland zugerechnet. Die Einwohner
Leverkusens oder Düsseldorfs sehen sich doch eher als Rheinländer, auch
wenn ihre Städte anno dazumal zum ehemaligen Herzogtum Berg gehörten,
aus dem das Bergische Land hervorgegangen ist.
Bergische Impressionen
Das Bergische Land - ich bin der Meinung, das ist....
Blick
ins Naturschutzgebiet
zwischen
Lindlar und
die Sieg bei
Herchen Naafbachtal
bei Vilkerath
Engelskirchen
bei
Dabringhausen
bei Bechen
oberhalb
von Overath
an
der B 256
die Sieg bei Hennef
Blick von Stadt Blankenburg
irgendwo
in der Pampa...
zwischen Eitorf und
schon wieder an der B 256 -
Schönenberg
oberhalb von Kürten
oberhalb
von Hennef
Fahn
kurz hinter
Spitze
die
Wupper bei Glüder (Solingen)
Blick in die Kölner Bucht (bei Rösrath) Agger-Talsperre
vom
Frühling bis zum Herbst - im Bergischen Land ist´s
der Winter hingegen... einfach nur schön
Die mit 107 Metern höchste Stahlgitter- eisenbahnbrücke Deutschlands verbindet Remscheid und Solingen über das Wupper- Tal hinweg. Neben der Wuppertaler Schwe- bebahn und dem Altenberger Dom wohl DAS Wahrzeichen des Bergischen Landes.
Schloß Burg, heute der Stadt Solingen zu- gehörig, war einstmals der Sitz der Grafen von Berg, denen das Bergische Land seinen Namen verdankt. Nach wie vor ist die mus- tergültig restaurierte Festungsanlage hoch über dem Ort Burg eine Besichtigung wert. An sonnigen Wochenenden verstopfen al- lerdings zahllose Besucher Ort, Schloß und Parkplätze, so daß man sich für einen streßfreien Ausflug einen Wochentag aus- suchen sollte.
Die im Jahr 1901 in Betrieb genommene Wuppertaler Schwebebahn ist einzigartig auf der Welt. Ein öffentliches Verkehrsmittel dieser Art gibt es kein zweites Mal auf dem Planeten. Die geniale Idee, im engen Tal der Wupper den Freiraum über dem Fluss für eine Hängebahn zu nutzen und den Wuppertalern damit eine stressfreie Verkehrsverbindung durch die chronisch verstopfte Stadt zu schaffen, hatte der Industrielle und Politiker Friedrich Harkort.
Die im 12. Jahrhundert erbaute und im 19. und 20. Jahrhundert in Etappen restaurierte gotische Basilika ist eines der Markenzeichen des Bergischen Landes. Anschauen!
Traumhafte Motorradstrecken rund um den Bergischen Dom machen einen Besuch zu einer runden Sache.
Das 1273 fertiggestellte ehemalige Wasser- schloß im oberen Leppetal bei Marienheide dient seit 1969 als Tagungsstätte der Inter- national Police Association. Kann leider nicht besichtigt werden, ist aber auch von außen absolut sehenswert.
Burg a.d. Wupper Das von der Wupper durchflossene Unter- burg bildet sozusagen die untere Hälfte des Gesamtortes Burg, während der obere Teil von Schloss Burg und dem zugehörigen Ort Oberburg gebildet wird. Das malerische Dorf lädt mit zahlreichen Cafes und Restau- rants zum Pause einlegen ein und gehört zweilfellos zu den sehenswertesten bergischen Ortschaften. Mittels Sessellift kann man sich ein Stockwerk höher nach Oberburg befördern lassen.
Man kann darüber streiten, ob Freuden- berg im Bergischen Land, im Siegerland oder im Sauerland liegt. Auf jeden Fall ist es einer der sehenswertesten Orte der Region und allemal einen Besuch wert. Insbesondere die historische Altstadt mit den typischen Fachwerkhäusern ist eine der schönsten überhaupt - egal, ob im Bergischen Land, Siegerland oder Sauer- land. Der 1389 erstmals urkundlich er-
wähnte, um eine Burganlage herum errich- tete Luftkurort wurde im Laufe seiner Ge- schichte zweimal komplett zerstört und wieder aufgebaut und ist heute Bestandteil des Kulturatlas des Landes Nordrhein- Westfalen als "Baudenkmal von internatio- naler Bedeutung".
Ein malerisches Örtchen im Herzen des Bergischen Landes, das zum Kreis Lindlar gehört. Wer ein typisches bergisches Dorf sehen möchte und dazu Lust auf eine Ber- gische Kaffeetafel hat, ist hier richtig. Aber Vorsicht! Eine Bergische Kaffeetafel ist eine extrem magendehnende Angelegen- heit!
Kürten ist neben Much der zweite "Brenn- punkt" des Bergischen Landes. Zentrale Lage in wunderschöner Umgebung und bei Touren im nördlichen Bergischen kaum zu umgehen. Auch als Wohnort erfreut sich Kürten wachsender Beliebtheit.
30 Kilometer östlich von Köln liegt in einer sanften Talmulde und inmitten des Naturparks "Bergisches Land" der Ferien- und Freizeitort Lindlar. Der Ort findet in einer Schenkungs- urkunde des Kölner St. Severinsstiftes aus dem Jahr 1109 erstmals Erwähnung, gehört damit zu den ältesten Ansiedlungen des Bergischen Landes und feierte im Jahr 2009 (wer hätte es gedacht) 900-jähriges Bestehen.
Hoch über der Sieg zwischen Hennef und Eitorf erhebt sich Stadt Blankenberg. Schon die kurze Straße hoch zu der histo- rischen Stadt ist ein Erlebnis. Hier sollte man auf jeden Fall Rast machen, wenn die Sieg auf dem Programm steht. Die Burg Blankenberg wurde 1150 von den Grafen von Sayn errichtet und gilt zusammen mit Stadt und Kirche als Musterbeispiel eines mittelalterlichen Dynastensitzes.
Der
Wasserreichtum des Bergischen Landes ist schon sprichwörtlich: Hier
kommen die Kinder der Legende zufolge bereits mit Regenschirm auf die
Welt... Da ist was dran, das bergische Städtedreieck ist als Regenloch
verschrien, wir Motorradfahrer können ein Lied davon singen und die
Existenz von deutlich über 20 Talsperren in einer doch räumlich noch
recht überschaubaren Region lässt erahnen, dass das Bergische eine
einigermaßen feuchte Angelegenheit ist. Die Talsperren dienen
überwiegend zur Trinkwasserversorgung, aber auch als Erholungsgebiete
und zur Regulierung von Fluss-Pegelständen. Letzteres war der Anlass
zum Bau des jüngsten Stausees im Bergischen, der Wupper-Talsperre. Hier
sind ein paar Impressionen der bergischen (Stau-)Seenlandschaft.
In der Nähe von Hückeswagen liegt die Bever, bis auf einen kleinen zur
Trinkwasserversorgung genutzten Teil eine ausschliesslich als Naherholungsgebiet dienende Talsperre. An sonnigen Sommerwochenenden ist hier buchstäblich die Hölle los. Dann scheinen alle Einwohner der umliegenden Großstädte gleichzeitig hier einzufallen um zu segeln, schwimmen, paddeln, feiern, grillen. Zum Glück ist die Bever groß genug, so dass sich auch größte Menschenmengen unterbringen lassen...
Die Eschbach-Talsperre bei Remscheid war die erste Trinkwasser- talsperre Deutschlands und stellt zusammen mit der Neye-Talsperre bei Wipperfürth die Remscheider Wasserversorgung sicher.
Die Wupper-Talsperre ist die jüngste der großen Talsperren im Bergischen Land und dient vor allem der Regulierung des Pegelstandes der Wupper, der früher in trockenen Sommern in Wuppertal nahezu auf null absinken konnte.